Eine Reise um die Welt im Hörsaal

The face of an angel (Foto: independent.co.uk)
 
Wahrscheinlich werden in so ziemlich jedem Land auf dieser Welt Filme gemacht – schaut man sich jedoch einmal das Programm von großen Kinos an, könnte man meinen, da sei Hollywood und sonst nichts. Wer gerne einmal den Blick über den Tellerrand wagen möchte, ist im Weltkino gut aufgehoben: Jeden Donnerstag Abend gibt es im Hörsaal 2 bei freiem Eintritt Filme in Originalsprache mit deutschen oder englischen Untertiteln. Meistens handelt es sich um Sprachen, die auch an der Uni unterrichtet werden; grundsätzlich ist man im Weltkino aber offen für alles.

Carol (Foto: clap.ch)
Die nächste Woche kommt dann sogar gleich mit zwei Filmen daher. Los geht es am Montag mit „Carol“, gezeigt in Kooperation mit den Hochschulgruppen fACTION und l.i.f.e. Der Film spielt in den Fünfzigern und dreht sich um etwas, was zu der Zeit praktisch undenkbar war: Eine lesbische Beziehung. Gerade da sich diesem Thema noch sehr selten in Filmen angenommen wird, sollte man „Carol“ einmal gesehen haben. Am Donnerstag darauf folgt dann „Трудно быть богом“, bzw. „Es ist schwer, ein Gott zu sein“. Von der ersten Idee 1964 bis zur Premiere 2013 hat es zugegebenermaßen eine Weile gedauert, bis der Film fertig war – das ändert aber nichts daran, dass die verrückte Geschichte um eine Gruppe Historiker, die auf einem fremden Planeten landen, sehenswert ist.


Es ist schwer, ein Gott zu sein (Foto: kunstundfilm.de)

Drei (Foto: cinema.de)

Auch in der letzten Juni-Woche gibt es gleich zwei Filme für euch. Am Montag sind noch einmal die Hochschulgruppen fACTION und l.i.f.e mit dabei. Lateinamerika-Fans unter euch sollten sich den Abend freihalten, denn es geht nach Brasilien: 1951 reist eine New Yorker Dichterin nach Rio de Janeiro, um neue Inspiration für ihre Lyrik zu finden. Dort trifft sie auf eine alte Studienfreundin und deren Lebensgefährtin. Langsam, aber sicher entwickelt sich eine spannende Dreiecksgeschichte… Auch wenn ihr euch allgemein für Geschichte interessiert, ist der Film für euch sehenswert, denn die Handlung entwickelt sich vor dem Hintergrund des Militärputsches 1964. Am Donnerstag geht es dann weiter mit einer deutschen Produktion Tom Tykwer's: „Drei“. Die Protagonisten Hanna und Simon, seit 20 Jahren ein Paar, verlieben sich beide heimlich neu...in ein und denselben Mann.

Am 7. Juli geht es dann mit „Akte Kajinek/Die Wahrheit zu wissen ist gefährlich“ filmisch nach Tschechien. Im Jahre 2000 gelingt einem zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilten Verbrecher die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis. Nun sucht er nach Beweisen für seine Unschuld – oder doch nur nach Rache?
 
Akte Kajinek (Foto: moviepilot.de)
 
 
Der letzte Film des Semesters ist angelehnt an den wahren Fall von Amanda Knox, die verdächtigt wurde, im Auslandssemester in Italien gemeinsam mit ihrem Freund ihre Mitbewohnerin ermordet zu haben, letztendlich aber freigesprochen wurde. Im Film selbst geht es um einen Regisseur, der diese Geschichte in seinem neuen Film verarbeiten will. Je mehr er sich jedoch mit dem Fall beschäftigt, desto mehr kommen ihm Zweifel an dem Vorhaben… Wie das Ganze ausgeht, erfahrt ihr am 14. Juli im Weltkino.

kultürlich-Autorin: Ina Frank


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