Von Porzellan bis Malerei – Das gibt es zur Zeit in den Passauer Museen zu entdecken

Nach unserem kleinen Ausflug in die Höllgasse geht es diesmal hinein in die Passauer Museen, denn bei so richtigem Schmuddelwetter sehnt man sich ja doch manchmal eher nach einem beheizten Raum.

Nahe der Ortsspitze, durch seinen kleinen Eingang öfters übersehen, befindet sich das Museum Moderner Kunst (MMK). Fans von Malerei kommen hier voll auf ihre Kosten. Noch bis 6. März kann man unter dem Motto „Wie Phoenix aus der Asche“ restaurierte Bilder von Georg Philipp Wörlen, Vater des Museumsgründers Hanns Egon Wörlen, bestaunen. Außerdem wurde bis zum 27. März die Ausstellung „Jahresgaben – Künstler der Produzentengalerie Passau“ verlängert. Über 100 Grafiken können im Skulpturenraum des MMK angeschaut werden und man bekommt einen Eindruck von der zeitgenössischen Kunst der Dreiflüssestadt. Bis 27. April gastiert des Weiteren die Sonderausstellung „Wie ist darin doch auch viel Gemeinsames“ des Künstlerpaares Bilger-Breustedt an der Ortsspitze.

Ab 15. März lohnt sich wieder der Aufstieg hinauf zur Veste, denn dann hat das Oberhausmuseum erneut geöffnet. Gerade für Geschichtsinteressierte gibt es hier viel zu sehen. Ausstellungen zum Thema Mittelalter, Mythos & Geschichte Passaus und Zunft & Handwerk, das Böhmerwaldmuseum, die historische Apotheke und das Feuerwehrmuseum bilden den eher historischen Teil, während Kunstinteressierte Porträtbüsten und Bronzestatuen in der Sammlung Hans Wimmler finden. Was viele sicher noch nicht wussten: Bis 1952 gab es eine Porzellanmanufaktur in Passau. Einige Werke dieser Manufaktur sind nun ebenfalls im Oberhausmuseum ausgestellt.

Wer sich für Kirchengeschichte interessiert, dem sei ein Besuch im Dom empfohlen: Im Domschatz- und Diözesanmuseum finden sich mehr als 100 Exponate, z.B. liturgische Gewänder oder gotische Tafelbilder.

Hinsichtlich Museen gibt es in Passau auch einen Rekord. Mit seinen über 30 000 Gläsern ist das Glasmuseum im Hotel Wilder Mann das weltweit größte Museum zum europäischen Glas. Die Ausstellungsstücke stammen aus Bayern, Böhmen, Österreich und Schlesien und sind raumweise nach den verschiedenen Glashütten geordnet.

Zu guter Letzt können wir euch ab 1. März einen Ausflug in die Innstadt empfehlen, denn dann öffnet das Römermuseum Kastell Boiotro wieder seine Tore. Mehr als 600 Exponate, unterstützt durch neue Medien wie virtuelle Rekonstruktionen, bringen euch die 400 Jahre dauernde Römerherrschaft näher.

kultürlich-Autorin: Ina Frank


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