Im Regen singen und die ganze Nacht wach bleiben, um glücklich zu werden – Gipsy Wagon live im Kaffeewerk

 

Das Kaffeewerk in der Innstadt an einem Sonntag Abend gegen halb acht – draußen nippen Grüppchen von Leuten an ihren kalten Getränken, drinnen werden sich die besten Plätze gesichert. Man weiß, es ist wieder Zeit für „live&umsonst“.
Dieses Mal stehen Gipsy Wagon auf der Bühne. Die vierköpfige Band aus Passau, bestehend aus Sängerin Chrissy, den beiden Gitarristen Andi und Lukas sowie Tuba-Spieler Stefan, verbindet die verschiedensten Stile von Pop bis Swing mit dem Gipsy Jazz, der übrigens der erste in Europa entstandene Jazzstil ist und dort nach wie vor die meisten Fans hat.

 

Nach einigem, etwas planlos wirkendem Kabel-Hin-und-Her-Stecken ging es auch schon los. Eröffnet wurde der Abend mit zwei Akustik-Stücken, schließlich betrat Sängerin Chrissy die Bühne (bzw. im Kaffeewerk die durch ein paar Sofas begrenzte Fläche) und zog das Publikum gleich in ihre Bann. Die zum Teil leicht melancholische Stimme erweckte die Sehnsucht nach einem Roadtrip irgendwo im Nirgendwo, bis man dann durch balkanmäßigen Swing urplötzlich wieder Lust zu tanzen hatte. Beim Konzert war für jeden etwas dabei. Besonders Songs aus den aktuellen Charts wie „All about that bass” sorgten für gute Stimmung. Als gegen 20.30 Uhr das Gewitter losbrach, drängten sich auch die letzten Besucher in das Kaffeewerk. Doch mit „Für Elise“ mit gemeinsamem „Lalala“-Singen und „Isn't she lovely”, im Original von Stevie Wonder, war die Stimmung schnell wieder gehoben.
Nach der Pause wurde dann noch eindrucksvoll bewiesen, dass man auch problemlos zu zweit auf einer Gitarre spielen kann und ein Walzer sowie „These boots are made for...” zeigten erneut die Vielfältigkeit des Repertoires der Band. Gegen 22 Uhr wurde sich vom „schönsten Publikum jemals“ verabschiedet und der Abend mit der Zugabe „Get lucky” geschlossen.

Wer noch nicht genug bekommen hat oder das Verpasste nachholen möchte: Gipsy Wagon werden am 11. Juni 2016 beim Brückenfest auftreten.

kultürlich-Autorin & Bilder: Ina Frank





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