Von Elfenzauber, Liebelei und Schauspielerei



15 °C und Dauerregen sind nicht gerade der Inbegriff einer Sommernacht. Umso lieber ließ sich das Publikum ins alte Griechenland entführen und von der Geschichte des „Sommernachtstraums“ verzaubern.

Die Theatergruppe „KultLaute“ präsentierte diese Komödie anlässlich des 400. Todesjahres des großen Autors William Shakespeare. Denn wer kennt sie nicht, die Geschichte der schönen Hermia, die Lysander liebt, aber nicht heiraten darf, und Demetrius heiraten soll, den sie aber nicht liebt. Es bleiben nur drei Tage bis zur Hochzeit des Herzogs Theseus, bei der sie sich entscheiden muss, ob sie Demetrius oder den Gang ins Kloster wählt. Zusammen mit ihrem Geliebten flieht Hermia in die Wälder vor Athen – und eine verwunschene Nacht nimmt ihren Lauf, in der sowohl die eifersüchtige Helena, als auch Elfenkönig Oberon und sein Gefolge und eine mehr schlecht als recht zusammengewürfelte Theatergruppe eine Rolle spielen.

Nach drei Open-Air-Aufführungen musste das Stück am vergangenen Samstag in das ITZ der Uni ausweichen. Doch gerade der kleinere Rahmen und die durch das EM-Spiel bedingte geringere Zuschauerzahl ließen eine Stimmung aufkommen, bei der man sich mitten im Geschehen fühlte. Einzelne Lämpchen, die von den Elfen zum Leuchten gebracht wurden (oder durch Elf Puck unfreiwillig wieder erloschen), ließen die Athener Wälder erstrahlen. Die Szenen waren abwechslungsreich und wurden durchweg schön gespielt: Von der traurigen Hermia, die von Lysander verlassen scheint, über wutentbrannten Kampf bis hin zur Slapstick-ähnlichen Aufführung der Handwerker-Laien-Theatergruppe.
 
 
 

Nach langanhaltendem und eindeutig verdienten Applaus entschwand das Publikum verzaubert in die Nacht. Und wer weiß schon, was sich in den Wäldern am Inn so alles tummelt…?

kultürlich-Autorin & Fotos: Ina Frank


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